Unsere Kleinkindgruppe


Umstrukturierung der Kleinkindgruppe

 

 Unsere Wichtelstube

 

 

 

 

 

 

 

Da ab September 16 mehrere jüngere Kinder im Alter von ca. 1,5 Jahren zu uns in die Zwergenhöhle gefunden haben, wollten wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder in diesem Alter eingehen und einige Dinge umstrukturieren.

 

So ist der Tagesablauf dahingehend geändert, dass sich jetzt gleich früh alle Kinder in der Wichtelstube  treffen.

 

Hier sind die räumlichen Gegebenheiten speziell auf die U3-jährigen angepasst, es müssen keine Spiele mit Kleinteilen bei Seite geschafft und Treppen oder ungeeignete Spiele- oder Spielmaterialien beachtet werden.

 

Die Kleinen befinden sich in ihrer gewohnten Umgebung und müssen sich nicht umorientieren, was den größeren Kindern wesentlich einfacher fällt.

 

 

 

Es gab auch einige räumlichen Veränderungen in der Wichtelstube.

 

Als Rückzugsmöglichkeit haben wir ein Tischzelt und eine Kuschelecke außerdem wird noch eine Sinneskiste angeschafft werden.

 

Ein Miniatelier soll Möglichkeiten zum Experimentieren mit Farben, Kleister, Rasierschaum usw. sowie zum Malen mit großflächigem Papier und an der Tafel bieten. Besonders bei den jüngeren Kindern steht das Tun und nicht das fertige Produkt im Mittelpunkt.

 

Eine Höhlenschaukel wird zum Entspannen und Beruhigen der Kinder und zum Ausgleich für den in diesem Alter manchmal anstrengenden Kindergartenalltag angeschafft.

 

Das Schaukeln ist eine Urerfahrung aller Kinder, die noch vom Mutterleib vertraut ist.

 

 

 

Die Materialien haben wir besser auf die Bedürfnisse unserer Kleinen abgestimmt.

 

Diese sollen die Sinne ansprechen und zum Fühlen, Erfahren und zum Experimentieren anregen.

 

Auch der Umgang mit Wasser ist eine Urerfahrung des Kindes. Wir wollen im Bad unsere Duschwanne nutzen und verschiedene Wasseraktivitäten anbieten.

 

 

 

Im frühesten Lebensalter ist Bewegung eine der wichtigsten Ausdrucksformen und ein Grundbedürfnis. Da wir diesem Bewegungsbedürfnis in unserem Gruppenraum nicht genügend Beachtung schenken können, haben wir uns als Ausgleich hierfür eine tägliche „Bewegungszeit“ in unserem Tagesablauf eingeplant. Hierzu begeben wir uns in den Turnraum. Dort haben wir mit dem Bällebad, der Kletterrutsche, verschiedenen Elementen von Bewegungsbaustellen, Tunnel, Rollbrett... verschiedene Möglichkeiten geschaffen, diesem Bewegungsdrang nachgehen und ausleben lassen zu können.

 

 

Arbeiten nach dem Monatsplan in der Wichtelstube

 

 

 

Wir haben  bei den Wichteln einen Monatsplan eingeführt  und hängen keinen Tages / Wochenrückblick mehr aus.

 

Der Monatsplan hängt  für euch aus.

 

 Aushänge (Lieder, Fingerspiele,…)  dürft ihr euch  gerne abfotografieren, damit ihr auch bei Bedarf die Materialien zu Hause habt. Durch Fotodokumentationen die aushängen, könnt ihr einen Eindruck über unsere  Arbeit bekommen.

 

Das Prinzip der ganzheitlichen Bildung und die Worte  von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“, waren für uns ausschlaggebende Argumente, vom Wochenplan auf Monatsplan umzustellen.  Das lernende Kind als aktiven und kompetenten Mitgestalter seiner eigenen Bildungsprozesse in den Mittelpunkt zu stellen ist für uns eines der wichtigsten Ziele in der Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren. Dies hat zur Konsequenz, dass die Organisation und Begleitung von Bildungsprozessen sich alleine an euren Kindern orientiert.

 

Mit einem „strikten“ Wochenplan, war uns das leider nur selten möglich. Ein Monatsplan hingegen ist „freier“ und  schafft für uns die Möglichkeit, uns noch mehr an die Bedürfnisse eurer Kinder zu orientieren. Durch bereits schon neu angeschaffte Materialien, die  an die Montessori Pädagogik angelehnt sind, möchten wir die Kinder täglich in den  einzelnen Entwicklungsschritten zu  einem selbstständigen und eigenverantwortlichem  Leben  unterstützen.

 

 

 


Die Eingewöhnung von Kinder unter 3 Jahren

 (nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell)

 

Ziel der Eingewöhnung:

Das Ziel der Eingewöhnung besteht darin, während der Anwesenheit der Bezugsperson eine tragfähige Beziehung zwischen Fachkraft und Kind aufzubauen. Diese Beziehung soll bindungsähnliche Eigenschaften haben und dem Kind Sicherheit bieten. Das Gefühl der Sicherheit durch eine gute Beziehung ist die Grundlage für gelingende Bildungsprozesse im Kindergarten und einen gesunden Start des Kindes in seinem neuen Lebensabschnitt. Darüber hinaus soll das Kind unsere Einrichtung mit den vorhandenen Strukturen kennen lernen.

 

Die Bindungstheoretischen Grundlagen nach John Bowlby spielen hier eine entscheidende Rolle

 

Zeitraum der Eingewöhnung:

Jedes Kind lässt sich unterschiedlich schnell an die Einrichtung und die feste Bezugsperson eingewöhnen. In der Regel werden für die komplette Eingewöhnung 2 – 4 Wochen angesetzt.

 

Während der Eingewöhnung zahlen die Eltern den vollen Elternbeitrag.

 

Die Umsetzung der Eingewöhnungsphase

Vor Beginn jeder Eingewöhnung erhält jede Familie einen Eingewöhnungsplan. Auf diesem Plan werden Zeiten festgelegt, wann die Eingewöhnung stattfindet und wie sie sich grob strukturiert

 


 

Der Übergang von der Kleinkindgruppe in die Regelgruppe

 

Kurzes Elterngespräch zum Entwicklungsstand vor dem Übertritt

 

[...] Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

in and're, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft zu leben [...]

(aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse)

 

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“ sagt Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“. Er setzt das Bild der Lebensstufen in Poesie um, spricht von Abschieden und Neubeginn, von Tapferkeit, die nötig ist, aber auch von Vorfreude und dem Empfinden von seelischer Gesundheit, wenn der nächste Schritt gemeistert wurde.

 

Der Übergang von der Kleinkindgruppe in die Regelgruppe ist ein Meilenstein in der frühkindlichen Entwicklung eines Kindes. Er wird von uns durch gezielte Auseinandersetzung und Projekte gut vorbereitet und gestaltet. Kinder sollten diesen Übergang positiv erleben und sich mit Freude und Zuversicht auf die neuen Lernumgebungen in der Regelgruppe einlassen können.

 

Um die Zeit des 3. Geburtstages des Kindes wird ein kurzes Übergabegespräch mit den Eltern stattfinden. Hier teilen wir den Eltern mit, wann der Wechsel in die Regelgruppe ansteht. Wie in der Kindergartenverordnung fest verankert, entscheidet das Team des Kindergartens wann das Kind in seiner Entwicklung so gestärkt ist, dass es bereit ist in die Regelgruppe zu wechseln. So kann es immer wieder vorkommen, dass Kinder noch nach ihrem 3. Geburtstag in der Kleinkindgruppe betreut werden.